Betriebsausflug Arbeitszeit

Ist der Betriebsausflug gleich die Arbeitszeit? In vielen Unternehmen ist es üblich, mindestens einmal im Jahr einen Betriebsausflug zu organisieren und durchzuführen.

Betriebsausflug Arbeitszeit

Der Betriebsausflug gibt den Mitarbeitern untereinander die Möglichkeit, sich privat und von einer anderen Seite aus näher kennen zu lernen. Dies kann die Kommunikation verbessern und hilft den Mitarbeitern, den persönlichen Umgang untereinander zu stabilisieren oder gar zu verbessern. Das Zusammengehörigkeitsgefühl wächst und wirkt sich positiv auf das Arbeitsklima und -pensum aus. Doch nicht nur die Mitarbeiter unter sich, auch die Führungsebene wird mit einbezogen, wodurch die Kontakte ebenfalls stabilisiert oder verbessert werden können. Ein toller Betriebsausflug bleibt allen Mitarbeitern in guter Erinnerung.

Bei dem Thema "Betriebsausflug Arbeitszeit" scheiden sich oft die Geister. Häufig treten Fragen auf, wie: "Ist der Betriebsausflug Arbeitszeit?", oder, "Ich bin Teilzeitkraft. Ist der Betriebsausflug Arbeitszeit für mich? Und wie wird sie angerechnet?".

Zuerst sollte erwähnt werden, dass die Teilnahme an einem Betriebsausflug freiwillig ist. Bei den bereits zuvor angeführten Gründen für den Betriebsausflug ist es aber wenig sinnvoll, die Teilnahme an dem Ausflug zu verweigern. Unterschieden wird im Grunde danach, ob der anstehende Betriebsausflug regulär in der Woche stattfindet oder an einem freien Tag, beispielsweise an einem Samstag, geplant ist. Sollte der Ausflug nun an einem freien Tag am Wochenende durchgeführt werden, stellt sich die Frage nach den Arbeitszeiten nicht. Da eine Teilnahme an einem Betriebsausflug nicht zwingend vorgeschrieben ist, besteht auch kein Ausgleich in Form von bezahlten Arbeitszeiten oder Überstunden. Sollte der Ausflug an einem regulären Wochentag erfolgen und der Mitarbeiter nimmt nicht teil, ist er zur Arbeit verpflichtet.

Findet nun der Betriebsausflug mitten in der Woche statt, gilt im Allgemeinen die Regelung, dass für die Zeit des Ausfluges nur die sonst üblich zu leistende Stundenanzahl als Arbeitszeit angerechnet und vergütet werden kann. Bei Teilzeitkräften sind Sonderregelungen zu beachten. In der Regel sind diese detailliert in einer Betriebsregelung verfasst worden. Im Allgemeinen ist es üblich, dass eine Teilzeitkraft ihre für sie geltende Arbeitszeit angerechnet bekommt, die sie auch sonst erbringen muss. Verbringt die Teilzeitkraft auf dem Ausflug längere Zeit als sie üblicherweise zu leisten hat, kann diese Zeit nicht mit angerechnet werden.

Sollten Regelungen getroffen worden sein, die sich nicht auf halbe Tage oder stundenweisen Einsatz beziehen, beispielsweise tageweise erfolgen, so kann die Teilzeitkraft ebenso freiwillig über eine Teilnahme entscheiden. Fährt die Kraft mit, so entfällt der Anspruch auf Anrechnung der Arbeitszeit.Der Arbeitgeber kann die Teilnahme höchstens freiwillig anrechnen, wobei dazu aber keine gesetzliche Verpflichtung besteht.